Warum die Eintracht einen Typ Saša Kalajdžić braucht

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Mit André Miguel Valente da Silva hat der mit 28 Saisontoren erfolgreichste Torschütze die Eintracht aus Frankfurt nach Leipzig verlassen. Könnte Saša Kalajdžić (24) vom VfB Stuttgart eine Lösung sein? Meine Meinung dazu.

Zugegeben, die realistischen Chancen auf den österreichischen Senkrechtstarter der Schwaben stehen auf den ersten Blick nicht so rosig aus. So will man laut einem Bericht rund 20 Millionen Euro Ablöse für den gut 2m Riesen.

Auch riesig: Seine Ausbeute in der Saison 2020/21. Mit 16 Tore und 6 Vorlagen in 33 Bundesligaspielen wurde der Wiener zum Erfolgsgarant bei den Stuttgartern, dessen Vertrag nich bis zum 30.06.2023 gültig ist. Eilig hat man es in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg also nicht.

Silva und der Busineasplan

Schon in der Rückrunde war jedem klar: Silva wird, wenn überhaupt nur mit dem Einzug in die Champions League zu halten sein. Diese wurde verpasst und so war es nur noch eine Frage der Zeit, wann er die Adlerträger verlässt. Aber es wurde weder Spanien, noch sein Heimatland Portugal oder England.

Entgegen aller Spekulationen wurde Leipzig das Ziel seiner nächsten Station. Hinter vorgehaltener Hand sagt man, nicht ganz freiwillig. Aber es ist ein guter Schritt, wenn man seine Entwicklung betrachtet. Hier kann er mit weniger Druck Champions League spielen und danach dann zu einem der Top Clubs wechseln. So erspart er sich ein zweites AC Milan Desaster. Aber wer netzt jetzt bei der SGE?

Die jungen Wilden, bestehend aus Ragnar Ache, Neuzugang Ali Akman, der selber sagt, er sein ein Schlitzohr, dass auch kein Problem mit einer Leihe hat, Rückkehrer Dejan Joveljić, der beim Wolfsberger AC eine solide Performance bot oder Santos Borré. Der Kolumbianer war bis vor kurzem noch für sein Land bei der Copa America unterwegs. Oder aber schlägt Rückkehrer Gonçalo Paciência zurück und wird die neue Nummer 1 im Sturmzentrum?

Meiner Meinung nach fehlt da vorne aber jich ein Leichtturm. Einer, der mit Flanken gefüttert werden kann und die Dinger dann auch verwandelt. Ein Typ vom Format Saša Kalajdžić eben. Groß, wuchtig, jung und dynamisch – Straßenkicker ohne ein NLZ durchlaufen zu haben. Keine weichgespülte, aalglatte Person, sondern ein 22 jähriger, der vor kurzem nich beim SV Donaufeld in der Wiener Stadtliga gespielt hat. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Für André Silva sind etwa 23 Millionen im Topf gelandet. Abzüglich der kolportierten 7 Millionen für Jesper Lindstrøm von Bröndby IF, sind aktuell also etwa 16 Mio. Euro im Transferbudget.

Kader soll schrumpfen

Der aufgeblähte Kader zählt aktuell 35 Spieler. Das ist, selbst bei einer Dreifachbelastung schon sehr viel. Ich denke, die Zahl wird sich auf etwa 25 Akteure einpendeln. Heißt, einige werden wieder verliehen, Garciá, Blanco und alle unter 20 jährigen, könnten noch zur hauseigenen U19 oder bei einem anderen Verein als Leihe unterkommen.

Frederik Rønnow wird wohl in den nächsten Stunden beim FC Union Berlin für geschätzte 3,5 Mio unterschreiben.

Steven Zuber, der bei der EM stark aufspielte, wird den Verein wohl auch für rund 5 Millionen Euro verlassen.

Daichi Kamada wird es wohl zum AC Milan wechseln und im Gegenzug soll Jens Petter Hauge plus Aufzahlung für den Japaner fliesen.

Und dann ist da noch die Personalie Filip Kostić. Sein Abgang bei den Hessen steht ja seit 2019 schon immer wieder im Raum (sei gegrüßt). Zwischen 20 und 30 Millionen stehen im Raum. Sollte das eintreten, dann ist der Kader optimiert und es gibt, Abseits von Corona und Geisterspielen, noch genug Budget, um beim VfB Stuttgart anzuklopfen.

Ausbildungsverein mit internationaler Erfahrung

So kann man die Frankfurter in den letzten Jahren bezeichnen. Es wurde min der Regel klug und effizient gewirtschaftet. Auch was die Transfers betrifft. Wenn man allerdings einen neuen Jobtitel möchte, sollten die Verantwortlichen einmal über ihren Schatten springen, und einen Königstransfer in dieser Kategorie tätigen. Selbst wenn ein Saša Kalajdžić die Zelte am Main mach 2 Jahren wieder abbricht, so kann man davon ausgehen, dass der Marktwert nochmals gestiegen ist und auch hier wieder ein Gewinn Geholt wird. Auch wenn die Spanne natürlich nicht so hoch ausfallen wird.

Außer, es werden weiterhin solche eigenwilligen Arbeitspapiere aufgesetzt, wo der abgebende Verein zwischen 20 und 50% bei einem Folgetransfer verdient, weil man den Spieler sonst nicht bekommt. Dann sollte man in Zukunft gegebenenfalls auch mal Abstand von solchen Transfers nehmen.

Und unter uns: Wir wissen alle nicht, was in einem Vertrag steht, dass man jederzeit Us einem Dienstverhältnis raus kommt und das einzig wichtige in diesen Verträgen der Zahlungsfluß ist.

In diesem Sinne: Servas Saša Kalajdžić – Käfigkicker waren im Waldstadion schon immer gern gesehen.

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