Trainer Limitierung

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Trainerproblem. Das gibt es vielfach und in allen Sportarten. Aber in keinem anderen Sport wird das so thematisiert, wie im Fußball. Dort ist allerdings auch die Fluktuation am höchsten. Brasilien will das aber nun ändern. Und wäre das auch eine Möglich für die Deutsche Bundesliga?


Die Verantwortlichen der Vereine in der brasilianischen Seria A sind bei Trainern nicht sehr zimperlich, wenn es um personelle Entscheidungen geht.

In der vergangenen Saison blieben nur 3 von 20 Clubs der höchsten Spielklasse von einem Wechsel des Übungsleiters verschont. Im Schnitt muss dieser nach 6 Monaten die Aegek streichen. Dem schiebt der Verband nun einen Riegel vor.

Bei der letzten Sitzung wurde – knapp aber doch, mit 11 zu 9 Stimmen für eine neue Regelung abgestimmt.

Sie besagt, dass der Trainer nur noch ein Mal pro Saison gewechselt werden darf.

CBF-Präsident Rogério Caboclo: “Das ist ein großer Fortschritt für den brasilianischen Fußball, der sowohl für die Vereine als auch für die Trainer gut sein wird. Es bedeutet das Ende des Stühlerückens der Trainer im brasilianischen Fußball.“

Aber ist dem wirklich so?

Legen wir das mal auf den aktuellen Fall Schalke 04 um. Nach David Wagner, Manuel Baum, Huub Stevens und Christian Gross haben die Knappen mit Dimitrios Grammozis den mittlerweile 5. Sportlichen Leiter in dieser Saison.

Das ginge de facto dann nur, wenn alle anderen Nachfolger mind. 6 Monate aktiv im Verein einer Tätigkeit als Trainer nachgegangen sind, wie zb. (Co-)Trainer einer Jugendmannschaft oder ähnliches. Sprich, die Königsblauen hätten sich von beiden Seiten aufgelöst.

Das 2. Szenario: Der Trainer tritt zurück. Wenn das nämlich passiert, dann darf man sich gerne wieder auf dem freien Trainermarkt bedienen.

Es steigt also die Chance, dass in einem Land wie Brasilien, dass leider ziemlich Korrupt ist, viele Trainer “freiwillig” zurücktreten werden oder goldenen Handschlägen. Das interessante an der Abstimmung: Der Vorstand des Clubs Porto Alegre hat dagegen gestimmt, obwohl das genau der Verein ist, der mit Renato Gáucho den beständigsten Posten vergeben hat (4,5 Jahre im Amt).

Die Idee ist jetzt nicht so schlecht, aber ist das auch ein Konzept in Deutschland umsetzbar?

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