Adi Hütter (c) GEPA
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Kann die alte Liebe zum Sargnagel oder übermotivierte Adler zum Problem werden?

Februar 2021. Adi Hütter befriedigte die Welt der Eintracht Fans und seiner Mannschaft, denn er blieb. Zumindest mal bis April. Der Rest ist bekannt. Jetzt – Ein paar Monate nach der Trennung – beide haben ja wieder eine neue Lebensabschnittbegleitung gefunden, tritt der Ex nich immer nach, was in der Beziehung nicht alles schlecht gelaufen ist und warum der Vorarlberger eh an nix Schuld ist.

Die Frage, die sich aber alle stellen: Warum muss er der Ex immer wieder neue Nachrichten mit Vorwürfen schreiben? Warum lässt er es nicht einfach sein? Ist er bei seiner neuen Liebe etwa doch nicht so glücklich, wie bei der Alten?

Fakt ist: Die Eintracht könnte morgen ab 18:30 Uhr das Gladbacher „Kartenhütterl“ noch mehr zum Wackeln bringen, als es ohnehin schon tut. Auch wenn man sagen muss, dass es auch noch andere Gründe hat, warum Hütter aktuell zu scheitern droht.

Er wurde geholt, damit die Defensive stabilisiert wird, obwohl man genau weiß, dass die Abwehr nicht gerade das Einser Menü des Österreicher ist. Anhand der letzten Ergebnisse (14 Gegentore in 3 Spielen) und der Drittschlechtesten Abwehr der Liga bestätigen auch die defensiven Defizite, die er als Übungsleiter taktisch mitbringt. Zumal man bei all seinen bisherigen Station zwar seine Handschrift, aber keine taktischen Finessen sehen konnte.

Glück gehabt

Das konnte man bei der SGE sagen. Bis zum verkündeten Abschied war das auf sportlicher Ebene auch so. Und anscheinend hat der Autor von Fachbüchern über Mentalität und Teamgeist sich bei seinem nächste (geplanten) Karrieresschritt selber überschätzt.

Ein Team, dass von seinen Vorgängern Hecking und Rose sukzessive an die Top 5 in der Bundesliga herangeführt wurde und seit 2 Jahren nahezu unverändert ist, hat intern keine Impulse mehr und Hütter dachte, dass er es richten kann. Eigenlob ist ok. Man muss sogar sein Belohnungszentrum mal befriedigen. Dennoch sollte man tunlichst vermeiden abzuheben, oder wie einst Niko Kovać sagte: Wir müssen demütig bleiben. Egal wie gut es läuft.

Anders ausgedrückt: Hochmut kommt vor dem Fall.

Aber auch die Eintracht muss bei dem Spiel aufpassen. Einige Spieler der SGE haben wohl noch die ein oder andere persönliche Rechnung mit ihrem ehemaligen Übungsleiter offen.

Bestes Beispiel ist Danny da Costa, der aus mehreren Gründen dann kurzfristig an Mainz 05 verliehen wurde und dort geliefert hat. Und da kann es schnell zu Übermotivationen kommen, die auch nach hinten losgehen können.

Denn diese Spieler – so hört man, brennen darauf es Adi Hütter zu beweisen, dass diese Einschätzungen nicht richtig waren und vermutlich eher aus falschem Stolz, gepaart mit persönlichem, narzisstischen Hintergrund, anstatt mit professioneller beruflicher Qualität gefällt wurden.

Auch hier kann man den Adlerträgern nur empfehlen: Demütig bleiben und als Sportgemeinde Eintracht zusammenstehen, kämpfen und Drei Punkte mitnehmen.

Abschließend zum Thema Sargnagel: Nur, wenn die Eintracht sehr hoch gewinnen sollte, erwarte ich vor der Winterpause Konsequenzen bei Gladbach. Im Normalfall wird man auf jeden Fall bis zum Ende der Hinrunde warten.

Und bitte Adi Hütter: Låssns uns afåch im Kraut.

So long, and thanks for the fish (und die 7.5 Millionen).

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